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Fett abbauen: leicht gesagt - schwer ausgeführt



Lassen Sie uns zunächst sehen, was wir im allgemeinen essen. Grob gesagt besteht unsere Nahrung aus drei Komponenten:

Eiweiss - Kohlenhydrate - Fett

Das einzige, worauf wir komplett verzichten können, sind Kohlenhydrate! Merkwürdigerweise wird so gut wie überall die kohlenhydratreiche Ernährung propagiert. Wir wollen darüber nicht streiten. Es gibt jedoch keine essentiellen Kohlenhydrate, aber schon essentielle Fettsäuren und Aminosäuren.

Aminosäuren sind die Bausteine aller Eiweisse. Eiweiss ist der Baustoff für Muskeln, Bindegewebe, Gehirn und innere Organe. Darüberhinaus sind alle Enzyme gleichzeitig Eiweisse. Und Eiweiss spielt eine eminent wichtige Rolle im Immunsystem und in der Aufrechterhaltung des Blutvolumens.

Das genügt, um die Wichtigkeit der Aufnahme ausreichender Mengen Eiweiss oder seiner Einzelbestandteile, der Aminosäuren, abschätzen zu können.

Vermeiden Sie unbedingt Eiweiss-Mangel!


Eiweissmangelernährung ist heute sehr viel weiter verbreitet als allgemein bekannt ist. Immer noch wird von einer Eiweissüberversorgung gesprochen. Das weist in die falsche Richtung: Als Konsequenz wird eine überwiegend kohlenhydratreiche Ernährung empfohlen - mit fatalen Folgen für unsere Gesundheit und mit dem Ergebnis einer dramatischen Zunahme von "Zucker" - Diabetes mellitus.

Eiweiss wird fälschlich mit Fleisch gleichgesetzt und dann vor "zuviel Koteletts" gewarnt. Mageres Fleisch, Fisch, Bohnen, Linsen, Soja und Magerquark sind jedoch hervorragende Eiweissquellen, von denen nicht zuviel gegessen werden kann! Normale Nieren- und Leberfunktion vorausgesetzt.

Zwar sind Aminosäuren die Bausteine aller Eiweisse, sie spielen jedoch darüberhinaus auch als Einzelmoleküle eine wichtige Rolle im Haushalt der Nervenbotenstoffe, als Hormonvorläufer, als Regulatoren für Gefäßspannung usw.

Nachdem also deutlich wurde, daß Eiweiss das letzte ist, worauf Sie verzichten können, falls Ihnen Ihre Gesundheit lieb ist, erhebt sich die Frage:

Worauf soll verzichtet werden?


Fett oder Kohlenhydrate? Das ist die Gretchen-Frage hier. Die Antwort ergibt sich aus folgender Erkenntnis:

Insulin ist "Gift", wenn Sie abnehmen wollen!

Alle Nahrungsmittel, die die Bauchspeicheldrüse anregen, Insulin auszuschütten, sind zu meiden. Warum?
Insulin ist unser Hauptspeicherhormon. Es sorgt für die Abspeicherung von Nahrungsenergie vorwiegend in Fettzellen, sobald diese Nahrungsenergie nicht für Muskelarbeit gebraucht wird. Insulin ist ein Gegenspieler des Wachstumshormons, das als Regenerationshormon Nr. 1 vor allem in der Tiefschlafphase nachts und nach körperlicher Belastung (auch Training) ausgeschüttet wird.

Vor dem zu Bett gehen sind also unbedingt Nahrungsmittel zu meiden, die Insulinausschüttung fördern! Wenn Sie Training betreiben mit dem Ziel Gewicht zuzunehmen, liegen die Dinge natürlich umgekehrt. Wenn Sie jedoch, was häufiger der Fall sein wird, trainieren oder sich bewegen, um abzunehmen, gilt ebenfalls: Alles meiden, was Insulinausschüttung fördert, v.a. nach dem Training!
Hungern ab 18 Uhr ist ein wirksames Mittel, das jedoch meist nicht lange durchgehalten wird. Alternativ können Sie sich abends und nach dem Training auf Nahrungsmittel beschränken, die nur wenig Zucker ins Blut bringen und dies langsam tun und damit den Insulinspiegel nur flach ansteigen lassen:

Erdnüsse, Sojabohnen, Pilze, fast alle Gemüse, Fruchtzucker, Kirschen, Pflaumen, Grapefruit, Sojabrot, Würstchen, Pfirsich, Linsen / Bohnen, schwarze Schokolade, Magermilch, Erbsen, Vollmilch, Birnen, Kichererbsen, Gerste, Joghourt, Tomatensuppe, Fischstäbchen, Apfel, golden Delicious, baked Beans (Dose), Orangen, Vollkornspaghetti, Vollkornbrot, Weintrauben, Orangensaft, Roggen, Süßkartoffeln, Haferflocken, Pumpernickel, Spaghetti, Yams (Dioscorea), Kleie, Buchweizen, Weizenkeime.

Alle diese Nahrungsmittel haben einen sogenannten glykämischen Index von unter 60 und bringen damit nur wenig und verzögert Insulin ins Blut.

Wenn Sie sich an diese Vorgaben konsequent halten, werden Sie langsam, aber sicher und gesund abnehmen, ohne hungern zu müssen. Welche Möglichkeiten es für Sie gibt, Ihre Diät wirksam zu unterstützen und dabei 'bei Laune' zu bleiben - darüber mehr auf den Seiten über Diätprodukte (siehe Link oben links).

 

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